CoCreation

Wie schaffen wir soziale und geistige Räume, in
denen Menschen ihre Ideen und Gedanken zusammenbringen.
Räume, in denen Gemeinsames entstehen
kann? Freiräume, die Möglichkeiten öffnen.
Welche Atmosphäre braucht es im Raum, um die
Bereitschaft der Anwesenden zu erhöhen, sich auf
die anderen einzulassen? Wie entsteht ein Raum
für Begegnungen, die nachhaltig inspirieren?
Im Nachdenken über Räume, in denen genau das
zu finden ist, komme ich eher erst einmal auf das,
was es nicht braucht. Es braucht keinen Hochglanz
und keine lauten Erfolgsgeschichten. Es braucht
keine Experten oder „Gurus”, die den Anwesenden
das Neue erklären und Definitionen vorgeben. Es
braucht nicht die allumfassende Theorie auf der
Bühne. All das scheint sogar hinderlich.
Was es braucht sind Menschen, die bereit sind, ihre
persönlichen Geschichten zu erzählen. Und die dies
mit Freude am Erzählen tun. Die mit Humor von
ihren Erfahrungen berichten. Vom Scheitern und
von dem, was man – gemeinsam mit anderen –
erreichen kann.
Die ihre Erkenntnisse mit anderen teilen. Es
braucht eine Atmosphäre von Großzügigkeit
und Bescheidenheit. Großzügiges Teilen von
Ideen und Kontakten. Bescheidenheit im Wissen
darum, wie groß die Welt ist und wie viel
es zu entdecken gibt. Respekt vor dem anderen,
der die Dinge anders sieht, scheint auch
wirksam zu sein. Neugier und die Fähigkeit zu
spielen gehören dazu.
Wenn genug von den Menschen im Raum sind,
die diese Fähigkeiten haben, dann entsteht ein
kreativer Raum. CoCreation!
Es könnte aber auch ganz anders sein.
„Vor der Wirkung glaubt man an ganz andere
Ursachen als nach der Wirkung”, schreibt Friedrich
Nietzsche in Die fröhliche Wissenschaft"

Posted in ViA PUNK ALMANACH

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